GOLEM - Die Künstliche Intelligenz: Das Artefakt der Ewigkeit

20.06.2019

 Die künstliche Intelligenz GOLEM ist im Jahr 2153 mittlerweile unverzichtbarer Bestandteil und gleichberechtigter Partner einer Welt geworden, die über einen besiedelten Mond verfügt, eine schlagkräftige Raumschiff-Flotte vorweisen kann und die außerdem damit begonnen hat, den Mars durch Terraforming zu erobern. Und dennoch reicht das alles nicht aus: Das Problem der Überbevölkerung auf der Erde muss dringend gelöst werden!

Nach ihrer Rettung aus der Vergangenheit (Print/E-Book: "Gefangen im Zeitparadox") machen sich Admiral Michael Röttger und seine Crew erneut auf den Weg in die Andromeda-Galaxie, in der bewohnbare Planeten gefunden wurden.
Dort werden sie mit einem Relikt aus der Zukunft konfrontiert, das von einer Katastrophe durch Experimente in einer fernen Zeit kündet. Erstaunliche Begegnungen, rätselhafte Ereignisse und ein Kontakt mit einer Technik aus einem viel späteren Zeitalter werfen viele Fragen auf, die nach Antworten verlangen.
Dazu wirft Amor in diesem Buch einen sehr außergewöhnlichen Pfeil: Ist es wirklich möglich, dass der Lebenspartner von Morgen ein Androide sein kann?

Leseprobe

Kapitel 1  Aufbruch zur Andromeda Galaxie

Kapitel 2 Die Entdeckung

Die Planeten Wonderland und New Eden hatten einen ähnlichen Tag- und Nachtrhythmus wie der Heimatplanet Erde, was ein weiterer Pluspunkt für sie war. Und als der 4. Februar anbrach, ging es ausgeschlafen und pünktlich um 8.00 Uhr am Morgen los. Auf einer Schwebeplattform flogen die beiden Männer in Begleitung zweier Androiden in niedriger Höhe langsam in Richtung der angegebenen Koordinaten. In den jeweiligen Raumschiffzentralen des Mutterschiffes und der Beiboote verfolgten alle mit Spannung den Erkundungsflug. Aber abgesehen von wunderbaren Bildern, auf denen die Fülle des Planeten Wonderland zu sehen war, gab es nichts Verdächtiges. Erneut durchgeführte Messungen zeigten gleichbleibend an, dass der Sauerstoffgehalt für menschliches Leben deutlich zu niedrig war.
Röttger entschied schweren Herzens, dass im Moment leider nicht daran zu denken war, diese Welt zu besiedeln. Erst nach einem umfassenden Terraforming würde das vielleicht möglich werden. Aber warum bei der Erkundung des Planeten im letzten Jahr vollkommen normale Werte gemessen worden waren, erschloss sich ihm nicht.
Mittlerweile waren die beiden Männer bis auf zwei Kilometer an den Ort, von dem die Emission ausgegangen war, herangekommen. Nach wie vor erschien nichts außergewöhnlich. Die vorhandene Tierwelt, ausnahmslos Kleinlebewesen, stellte keine Bedrohung dar. Ein Funkverkehr wurde ebenfalls nicht festgestellt. Nichts schien einen Anlass zur Besorgnis zu geben. Nach circa 30 Minuten waren es nur noch 500 Meter bis zur Quelle.
Röttger wies die beiden Männer an, die letzten Meter zu Fuß zu gehen. Da die Raumanzüge mit Kraftverstärkern ausgestattet waren, bedeutete es für die Männer keinerlei zusätzliche Anstrengung, denn auch mit den Anzügen konnten sie sich, wenn nötig, mit einer Höchstgeschwindigkeit von 40 km/h fortbewegen. Also aktivierten Williams und Palmer den Tarnschutzschirm für die Schwebeplattform. Diese sollte hier verbleiben und sich im Notfall automatisch zur ihrer Position bewegen. Sowohl bei den Männern als auch bei den Zuschauern in den Zentralen der Raumschiffe, stieg die Spannung und alle starrten gebannt auf die Bildschirme. Langsam und mit entsicherten Waffen bewegten sich Williams und Palmer in Richtung des mysteriösen Objektes, als sie mit einem Mal gegen eine, unsichtbare, Wand prallten. Egal, was die Männer versuchten, es gelang ihnen nicht, weiter voranzukommen. Anscheinend gab es hier eine Art energetische Sperre. Bald fanden sie heraus, dass dieser Schutzschirm kugelförmig, mit einem Radius von 50 Metern, um die Energiequelle herum angelegt war. William und Palmer baten schließlich um Anweisung, wie sie weiter verfahren sollten.
Röttger hatte sich dazu bereits mit GOLEM und den anderen Offizieren beraten. Man war der Meinung, den Weg der langsamen Eskalation einzuschlagen. Allerdings sollte erst die Ankunft des Raumschiffes von New Eden abgewartet werden. War auf dem Planeten alles im grünen Bereich, so sollten die 80.000 Siedler zuerst mit vier Begleitschiffen dorthin geflogen werden. Da man nicht wusste, mit was sie es hier zu tun hatten, wollten sie jedes Risiko für die Menschen ausschließen.
Endlich kam das Erkundungsraumschiff am 6. Februar zurück und gab grünes Licht. Auf dem Planeten New Eden zeigten alle Messwerte an, dass mit einer Besiedlung begonnen werden konnte.
Die Nachricht wurde mit einem begeisterten Jubel aufgenommen und Admiral Röttger legte, im Einvernehmen mit dem Siedlungsrat, der die vorläufige Regierung der Siedler darstellte, den Weiterflug nach New Eden auf den 7. Februar. Er würde persönlich mit der SOLARIS den Konvoi begleiten.
Williams und Palmer waren zurückbeordert worden und, nachdem zwei Sonden ohne weitere Reaktion des unbekannten Objektes gestartet worden waren, riskierte Röttger mit den beiden Beibooten den Rückflug. Die Rückkehr in den Orbit zur SOL erfolgte ohne einen Zwischenfall.
Admiral Röttger wies Commander Smith an, mit der SOL im Orbit zu bleiben und seine Rückkehr von New Eden abzuwarten. Im Fall einer Gefahr sollte sich Smith weiter in den Weltraum zurückziehen.

Am 7. Februar flog der Raumschiffkonvoi, mit der SOLARIS an der Spitze, in Richtung New Eden. Nach zwei Tagen war das Ziel erreicht und, nachdem letzte Messungen die positiven Ergebnisse erneut bestätigt hatten, begann die Landung der Siedlungsraumschiffe. Die Raumschiffe der Streitkräfte sicherten währenddessen den Planeten im Weltraum gegen potentielle Gefahren ab. Alles verlief reibungslos und die Siedler begannen aufgeregt, die neue Heimat in Beschlag zu nehmen. Obwohl Röttger mit dem Siedlungsrat bisher ein gutes Einvernehmen erzielt hatte, kam es während der Landungen der Siedlungsschiffe und dem beginnenden Aufbau von Behausungen zu Konflikten und Diskussionen. So wollten die Siedler so schnell wie möglich die Raumschiffe ausschlachten, um das Material für den Bau von neuen Wohneinheiten verwenden. Admiral Röttger jedoch trat dafür ein, dass die Schiffe vorerst erhalten bleiben mussten. Seiner Meinung nach war es noch zu früh; falls eine Katastrophe auftrat, hatten die Menschen keine Fluchtmöglichkeiten mehr. Nach langem Hin und Her einigte man sich auf die Hälfte der Schiffe. Der Rest sollte als Notreserve vorerst startklar gehalten werden.
Insgesamt gingen die Menschen voller Elan daran, die Welt in Besitz zu nehmen. Für den Anfang beschränkte man sich auf ein Gebiet und taufte die neu entstehende Stadt auf den Namen New Eden Town. Sie war gleichzeitig die Hauptstadt des Planeten.
In das Amt des ersten Gouverneurs war eine 45-jährige Französin, Nicole Düpier, gewählt worden. Sie hatte sich im Siedlungsrat als äußerst durchsetzungsfähig erwiesen und zog viele mit ihrem Charisma in den Bann. Dazu war sie sehr attraktiv und Röttger hatte sich sagen lassen, dass die Männer bei ihr Schlange standen, denn sie war außerdem noch nicht verheiratet. Er selbst begrüßte die Wahl, denn er kam gut mit ihr zurecht. Vor ihrer Auswanderung war sie Leiterin des GOLEM-Kontrollzentrums auf dem Mond gewesen und schien dort auch ihre guten Führungsqualitäten erworben zu haben. Sie waren beide Persönlichkeiten, die Abenteuern nicht abgeneigt waren, aber trotzdem auf Umsicht und Sicherheit bedacht. Düpier würde die neue Welt in eine gute Zukunft führen und ihre Interessen selbstbewusst gegenüber der Zentralregierung der USOP vertreten.
Admiral Röttger überwachte zufrieden den weiteren Verlauf der Besiedlung und sah seiner Rückkehr nach Wonderland entgegen. Schließlich war alles auf den Weg gebracht und er konnte sich nach insgesamt 10 Tagen auf den Rückweg machen.
Drei Raumschiffe verblieben als Wachflotte im Orbit von New Eden und mit dem Rest des Verbandes begann der Rückflug. Unterwegs setzten sie Kommunikationsbojen aus, die später den Kontakt zur Erde gewährleisten würden. Dadurch benötigten sie etwas mehr Zeit und nach drei Tagen, am 24. Februar, traf Röttger bei Wonderland ein.
Commander Smith meldete, dass sich nichts ereignet hatte und war erfreut, dass Röttger endlich zurückgekehrt war. Nach Beratung mit GOLEM und den Offizieren und Spezialisten an Bord wurde entschieden, eines der neuen Beiboote der SOLARIS, 25 Meter im Durchmesser, in die Nähe des Objektes zu schicken, um von dort aus die weiteren Maßnahmen durchzuführen.
Als Röttger in seine Kabine zurückkehrte, saß Li am Tisch und bat ihn ernst, sich zu ihr zu setzen. Während er seine Uniform auszog und einen Scherz machte, stellte er fest, dass ihr anscheinend nicht nach Lachen zumute war. Nachdenklich holte er eine Flasche Wein, um ihnen beiden einzuschenken.
"Also ... was ist los, mein liebster Schatz?"
"Warum bin ich nicht mit dabei?!"
"Was meinst du?"
"Warum hast du mich nicht für den Erkundungstrupp eingeteilt?!"
Aha, daher wehte der Wind, dachte Michael, sie wollte mit von der Partie sein.
"Sieh mal, mein Schatz, das ist zu riskant. Wir wissen doch nicht, was uns..."
"Hör mal, "mein Schatz", unterbrach ihn Li betont gereizt, "ich bin Spezialistin für Terraforming und habe ein Recht darauf, mit dabei zu sein. Meinst du wirklich, nur weil ich jetzt deine Frau bin, dass du mich in Watte packen kannst? Damit bin ich nicht einverstanden!"
Michael schaute sie einen Moment lang sprachlos an. So vehement hatte er sie bisher nicht erlebt.
"Naja, ich stelle eben dein Wohl an die erste Stelle...", versuchte er erneut sein Glück.
"Michael Röttger, ich reiche die Scheidung ein, wenn du versuchst, aus mir ein "Heimchen am Herd" zu machen! Ich habe die Qualifikation und will an der Mission teilnehmen!"
Sie schauten sich beide an und er erkannte an ihrem unerbittlich funkelnden Blick, dass Li nicht aufgeben würde. Und im Grunde hatte sie recht; wäre sie ein normales Crew-Mitglied, hätte er sie selbstverständlich zur Mannschaft eingeteilt. Michael dachte, während er sie ansah, dass es ihn umbringen würde, wenn ihr etwas passierte. Aber auf der anderen Seite konnte und durfte er sie auch nicht einsperren.
Also nahm er einen tiefen Atemzug, erhob sich und zog sie an sich. Ihren Widerstand und ihre Anspannung spürend sagte er seufzend, während er ihr zärtlich durch die Haare strich: "In Ordnung, mein Liebling. Ich bin einverstanden."
Sie sahen sich an und allmählich erschien wieder ein Strahlen auf ihrem Gesicht, die Spannung legte sich und Li schmiegte sich in seine Arme.
"Ich liebe dich so sehr", brummte Michael leise, "du musst mir versprechen, nichts Unüberlegtes zu tun."

...

Kapitel 3 Der erste Kontakt

Kapital 4 Reise in die Zukunft

Kapitel 5 Mission Artefakt der Ewigkeit

Kapitel 6 Der Sprung ins Ungewisse

Kapitel 7 Last Hope

Kapitel 8 Unerwartete Ereignisse

Kapitel 9 Rückkehr

Kapitel 10 Das Duell