Golem und DAS VERBORGENE IMPERIUM

23.08.2020

Vorwort

Unsterblichkeit ist für die Menschheit mittlerweile kein Thema mehr. Die verschiedenen Generationen und die künstliche Intelligenz Golem, ein humanoide Androide, der ein mittlerweile unverzichtbarer Berater der Menschheit mit einem Sitz im Nationalen Sicherheitsrat ist, plädieren für eine stete Erforschung und Erkundung neuer Planeten als Lebensraum.
Lew Romanow steht dem Staaten- und Planetenbund USOP als Präsident vor. Seine Androidenfrau Isis strebt als First Lady das Ziel an, eine Gleichberechtigung zwischen der Menschheit und den höherentwickelten Androiden zu erreichen.
Eines Tages kommt der Hilferuf eines Ex-Präsidenten aus einer anderen Galaxie herein. Und als der Erstkontakt mit einer fremden Rasse stattfindet, beginnt sich von heute auf morgen alles zu verändern.

Leseprobe

Am 17. März, 14.00 Uhr UTC Zeit, war es dann soweit: Der Kampfverband startete in Richtung der Zwerggalaxie, um eine erste Etappe von 100.000 Lichtjahren zurückzulegen.
Nach einigen Stunden hatten sie ihr Ziel erreicht. Es wurde ein Zwischenstopp eingelegt und intensive Ortungen durchgeführt, um erste Erkenntnisse über fremde Aktivitäten sammeln. Aber die Erwartung vieler Bürger, die gespannt Wolkows Live-Aufnahmen verfolgten, wurde enttäuscht: Am Ende des Tages stellte sich heraus, dass es keinerlei Hinweise gab.
Schließlich startete der gesamte Verband zu einer zweiten Etappe von weiteren knapp 200.000 Lichtjahren. Diese endete 10.000 Lichtjahre vor der Zwerggalaxie. Kaum angekommen liefen die Ortungen erneut auf Hochtouren, aber wieder war nichts zu entdecken, was auf eine höher entwickelte Technik, eine Zivilisation oder bewohnte Planeten schließen ließ. Manche fragten sich allmählich: Hatte es den Notruf von Ex-Präsident Smith überhaupt gegeben?
Die Führungen der Raumschiffe berieten sich via Konferenzschaltung mit dem Chefwissenschaftler Justin Schwarz, Golem sowie dem Präsidenten über die weitere Vorgehensweise.
"Es lässt sich nicht das leiseste Indiz auf eine fremde Rasse finden", sagte Justin Schwarz.
"Sehr eigenartig", sagte General Minho Zhu. "Wir hätten längst Anzeichen einer Zivilisation feststellen müssen, wenn sie vorhanden wäre."
"Dem stimme ich zu", meldete sich Golem zu Wort, "in dieser kurzen Entfernung wäre ein Raumverkehr oder Funksprüche wahrscheinlich gewesen."
Finn Schwarz, neben Athena sitzend, gab wie immer spontan seinen Gefühlen Ausdruck: "Leute, das Ganze gefällt mir nicht. Mein Bauchgefühl sagt mir: Das riecht stark nach einer Falle!"
"Ich muss sagen, ich stimme Mr. Schwarz zu", meinte Justin Schwarz. "Was übersehen wir hier?"
In die anschließende Stille hinein sagte Commander Abraham Peterson ernst: "Wir werden uns weiter vorwagen müssen, wenn wir das herausfinden wollen."
Schließlich wurde gemeinsam entschieden, mit einem kleineren Verband direkt in die Region vorzustoßen, aus der der Notruf gesendet worden war. Der Rest der Flotte sollte sich zu einem Treffpunkt begeben, knapp 20.000 Lichtjahre entfernt von der Zwerggalaxie in Richtung Andromeda.
Alle begaben sich auf ihre jeweiligen Posten zurück und nach einer kurzen Verabschiedung von den zurückbleibenden Schiffen erteilte Commander Jules den Befehl zum Weiterflug und kurz darauf verschwanden die Schiffe mit Warp-Geschwindigkeit.
Wen würden sie dort antreffen?
Und wie würde der Erstkontakt verlaufen?
In den Zentralen der Raumschiffe herrschte eine angespannte Stille. Niemand erwartete, dass sich alles problemlos gestalten würde, denn dafür war der verstümmelte Notruf von Ex-Präsident Smith zu eindringlich gewesen.
Von einem Augenblick auf den anderen erschien wieder das Normaluniversum auf den Bildschirmen der Zentralen - die Warp-Geschwindigkeit war beendet - und die Flotte flog ungehindert langsam vorwärts.
Sie befanden sich hier am Rande der Zwerggalaxie NGC 147 und auf den Bildschirmen, auf die jetzt jeder gebannt starrte, war nichts Weltbewegendes zu sehen während die Ortungsgeräte sofort mit ihrer Arbeit begannen.
Mehr oder weniger ferne Planeten mit ihren Trabanten, eine Sonne, dann wieder eine leuchtende Gaswolke und ein Gasriese. Die nächste Information war die, dass weder für Menschen bewohnbare Planeten ausgemacht noch Lebenszeichen entdeckt werden konnten.
In ständiger Kampfbereitschaft glitt der kleinere Verband durch den Weltraum, doch bis jetzt blieb alles ruhig und unauffällig, was jedoch nicht zur Entspannung beitrug.
"Das ist mir alles zu ruhig", murmelte Finn Schwarz nervös und warf einen Blick in die Runde. Romanow beriet sich mit Jules, Isis saß unbewegt neben ihm ebenso wie Athena. Beide hatten sich mit den Bord-KIs und der ATLANTIS vernetzt und werteten vermutlich konzentriert die ständig hereinkommenden Informationen aus. Wolkow mit seinem Kamerateam ging ihm entsetzlich auf die Nerven, denn der wieselte aufgeregt in der Zentrale herum, um alles, was geschah, für die Menschen in der Milchstraße und im Andromeda-Nebel zu kommentieren.
Die Zeit schien still zu stehen und Schwarz spürte, wie sich die Nackenhaare buchstäblich aufstellten und ein Schweißtropfen langsam den Rücken hinunter rann.
Von einem Moment auf den anderen brach das Unheil auch schon übergangslos über sie herein. Die Alarmsirenen schrillten durch die Schiffe und eine Erschütterung durchfuhr die ADMIRAL RÖTTGER: Ohne jede Vorwarnung wurde der gesamte Verband angegriffen.
Nur dank der Vorsicht von Commander Jules, dass alle ihre Schutzschirme aktiviert hatten, kam es nicht schon in den ersten Minuten zu Totalausfällen. 

Kapitel 1 Town of Planets, Planet Erde im Jahr 10.001 

Kapitel 2 Notruf

Kapitel 3 Aufbruch ins Ungewisse

Kapitel 4 Dunkel Wolken

Kapitel 5 Planet Atlas

Kapitel 6 Das Erwachen der Schöpfer

Kapitel 7 Wettlauf mit der Zeit

Kapitel 8 Vorbereitungen

Kapitel 9 Mission Atlas

Kapitel 10 Mission Phönix

Ab Ende Ende September Als Print und E-Book bei BOD, über diese Webseite oder bei allen Buchhandlungen.

Bilder: Lizenz Adobe Stock und Pixabay