GOLEMs Rückkehr

15.03.2019

Rezensent: Ulrike Frey  -  "Die ich rief, die Geister, werd' ich nun nicht los." (v. Goethe 1797 - Zauberlehrling)

Beim Cover sehen wir metallic-blau auf schwarzem Grund ein Gehirn - oder? Es sieht so aus, doch andererseits scheint es etwas künstliches zu sein.

Golems Rückkehr ist der Nachfolgeband von Michael Rodewalds Thriller "Die Bitcoin-Verschwörung". Dieser neue Thriller ist jedoch unabhängig vom ersten Band zu lesen. Was man unbedingt wissen muss, wird dem Leser in kurzer Zeit mitgeteilt. Die Künstliche Intelligenz Golem konnte in letzter Sekunde abgestellt und zerstört werden (sie wollte die Macht über die ganze Welt) und zwar durch Hilfe von Helmut Schwarz, der nur mal so "zum Spaß" etwas an einem anderen Computer herumexperimentierte und sein Gehirn mit diesem verband. Damit beginnt der Thriller, denn die Regierungen zwangsrekrutieren ihn und bringen ihn nach Frankreich. Die Europäischen Staaten, die Chinesen, Russen und Amerikaner wollen jetzt alle an einem Strang ziehen.

Hier soll nun als erstes festgestellt werden, woran es lag, dass die Künstliche Intelligenz sich so selbständig machen konnte. Außerdem muss erkundet werden, wie man mehr menschliche Gehirne uploaden kann, etwas für ihre Gefühle uploadet, damit sie sich nicht so furchtbar einsam fühlen und natürlich ist dies alles möglich über Quantencomputer. Jede Menge Gelder werden zur Verfügung gestellt, doch die Länder spielen nicht fair. Wie sollte es auch anders sein. Doch was keiner weiß, es gibt auch Firmen, die an diesen Fragestellungen arbeiten - und es gibt überall Größenwahnsinnige.

Die Hauptprotagonisten finde ich sämtlich sehr sympatisch, da kann ich niemanden besonders herausnehmen. Natürlich habe ich als Deutsche immer wieder auf den Nerd Helmut Schwarz gewartet, der ja auch in seiner Freizeit am PC sitzt, ansonsten ist er mit seiner neuen Arbeit voll in seinem Element.

Plötzlich meldet sich GOLEM zurück. Ist diese KI immer noch dieselbe, zerstörerische, die sie vorher war?

Das Buch von Michael Rodewald lässt sich sehr gut lesen, insbesondere ist es etwas für SF-Fans, doch ich denke, nicht nur für sie. Die Zeit ist vielleicht weiter, als wir glauben! Vielleicht braucht die Menschheit, um zu überleben, wirklich eine Künstliche Intelligenz.

Ich kann mir dieses Buch, da es eher wortprotokollartig geschrieben ist, sehr gut als Hörspiel vorstellen.

Quelle: ulrike-frey.com


Datenschutzerklärung